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grenzen setzen

Das passiert, wenn du klare Grenzen setzt

Letzte Woche ist mir Folgendes passiert:

 

Ich: …stelle klar, wie ich mir den Umgang mit dem wichtigen Thema XY genau vorstelle und was ich genau nicht möchte.

Mein Gegenüber: „Ja, aber ich werde trotzdem beim nächsten Mal versuchen…“ (das zu machen, wozu ich gerade eben NEIN gesagt hatte).

Ich: „Nein.“

Mein Gegenüber: „Aber ich finde, du solltest…“

 

Ich habe mich daraufhin gegen einen weiteren Kontakt entschieden. Es ging nämlich um ein sehr essenzielles Thema, bei dem ich klare Grenzen habe.

 

Ist das krass? Nein, in dem Fall war es Selfcare

 

Sicher hattest du im Business auch schon mal den Fall, dass du eine klare Grenze kommuniziert hast, die dein Gegenüber einfach niedergewalzt hat, oder du kennst vielleicht jemanden, dem das passiert ist.

 

Willkommen in meiner Welt – vor etwa 7 Jahren. Denn damals hatte ich mich gerade selbstständig gemacht.

 

So schön aufregend und euphorisch der Start in die Selbstständigkeit auch sein kann: Am Anfang kann das Geschäft manchmal richtig hart zu dir sein, und super Aufträge werden regelmäßig von Durststrecken abgelöst und umgekehrt. Denn speziell wenn du als Dienstleister, Berater, Coach o.ä. startest und deine Kunden direkt berätst, bist du einfach davon abhängig​, einen Auftrag nach dem anderen zu bekommen.

 

Was machst du also, wenn du gerade keinen guten Auftrag hast?

Du nimmst einen schlechten Auftrag an (und bist froh, wenn du’s hinter dir hast). Ist schließlich besser als gar kein Auftrag, oder?

 

Stimmt manchmal, aber manchmal auch nicht…​​​

 

Was genau ist ein schlechter Auftrag? ​

Die richtig schlechten Aufträge, sind die, bei denen deine Grenzen nicht respektiert werden: wo du Sonntagnachmittags vom Kunden angerufen wirst, die das Wort Diener und Dienstleister (auch unter der Woche) miteinander verwechseln, damit du ganz schnell etwas erledigst, ​​was auch bis Montag hätte warten können, oder es sind die Kunden, die zum selben Preis auf einmal doch mehr erwarten, als vertraglich vereinbart ist, oder die plötzlich Anspruch X oder Y an dich stellen, mit dem du dich absolut nicht identifizieren kannst.

 

❌ STOP​!!! ❌

​Sowas ist nicht deine Zielgruppe!


​✔️ ​Merkst du das vorher, ​nimm den Auftrag nicht an.

✔️ Merkst du das während der Zusammenarbeit, kommunizier umgehend und glasklar deine Grenzen.​

✔️ Und damit dich das Thema nicht dann erst überrascht: Habe klare Grenzen, die du vorher mit dir selbst ausgemacht hast.

Denn was kann passieren, wenn du deine Grenzen früh kommunizierst (egal ob direkt im Gespräch oder indirekt, indem du einfach nichts akzeptierst, womit du dich nicht wohlfühlst)?

 

✔️ Du bekommst den Auftrag nicht.

 

✔️ Ja, auch das Geld nicht, aber (ganz wichtig!): Kein Preis kann hoch genug sein, um niedergewalzte Grenzen zu kompensieren. ​Dein Kunde bezahlt dich für deine Leistung und dein Ergebnis. (Sicher steht im Vertrag kein extra Schmerzensgeld für “Dinge tun, die dir nicht guttun”, also musst du das auch nicht machen.) Wenn du gut arbeitest, kommt sicher bald eine neue Chance.

 

✔️ Du hast die Fronten geklärt, und dein Kunde weiß, was dir bei der Zusammenarbeit wichtig ist und ihr habt euch zukünftige Unstimmigkeiten erspart. (Es kann nämlich sein, dass deinem Kunden einfach eine Prise Empathie fehlt, so dass ein bisschen Nachhilfe schon reicht, um eure Zusammenarbeit entspannt zu gestalten.​)

 

✔️ Du hast dir Respekt (und für die Zukunft mehr Freiheiten) verschafft. Manche Menschen schauen einfach, wie weit sie bei dir gehen können, und nehmen all das mit, was sie ohne großen Widerstand bekommen können. Stoßen sie auf Widerstand – z.B. weil du klar kommunizierst, wo deine Grenzen sind – lassen sie dich in Ruhe.

 

Du siehst: In Summe kannst du eigentlich nur gewinnen! 

 

Und du bist es wert, bei deiner Arbeit respektvoll behandelt zu werden!

 

Warum erzähle ich dir das, wo ich doch “bloß” Onlinemarketing-Expertin bin?

Nicht nur die fachliche Komponente bringt dich weiter, um online erfolgreich zu sein. ​Es gibt noch viele andere Faktoren, die auf deinen Erfolg Einfluss nehmen, z.B. deine Gesundheit, deine Produktivität, dein Mindset, Zwischenmenschliches usw. – Und warum sollte ich dir das vorenthalten, wenn es zu meinem Fundament gehört, auf dem mein Business steht?
Es reicht einfach nicht, sich nur ​auf die fachlichen Basics zu konzentrieren. Ohne Letztere sieht’s zwar schlecht aus, ohne den Rest aber auch irgendwie.

 

Wie gehst du mit diesem Thema um?

Kommunizierst du deine Grenzen lieber direkt zu Beginn, oder lässt du es darauf ankommen?

Sonja Gottschalk Über den Autor

Ich helfe Marketing-Entscheidern, ihren Online-Erfolg durch effizientes Marketing zu steigern. Zu meinen Kunden zählen sowohl Arztpraxen und Kleinunternehmer als auch bekannte E-Commerce-Größen. Im Onlinemarketing bin ich seit 2001 zuhause.

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