Duzen, siezen, gendern

Wie ich das Duzen, das Siezen und das Gendern handhabe

Mir ist ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe extrem wichtig.

Als ich 2009 meinen Blog startete und als später meine Webseite dazukam, war es für mich selbstverständlich, alle Leser zu siezen.

Seit 2009 ist allerdings viel passiert: Social Media haben an Bedeutung gewonnen und ihre eigenen Regeln geschrieben, was die Kommunikation untereinander betrifft. Besonders das Siezen im Social Media-Bereich ist eine absolute Ausnahme und wird den Medien mit ihrer Unkompliziertheit und Direktheit in den meisten Fällen auch nicht gerecht.

 

Ich habe lange auf den richtigen Moment gewartet, um die Konsequenzen für meine Webseite und meine Social Media-Profile zu ziehen, und dieser Tag ist heute gekommen: Ich habe mich entschieden, auf meiner Homepage weiterhin das „Sie“ zu verwenden, wogegen ich in meinem Blog, meinem Newsletter und meinen Social Media-Profilen zeitgemäß zum „Du“ übergehen werde. Denn für mich zeichnet sich ein respektvolles Miteinander nicht allein durch drei Buchstaben aus, sondern durch den gesamten Umgang miteinander und die zugrunde liegende Einstellung.

 

Ähnlich verhält es sich mit dem Gendern. Ich schätze alle Menschen als Individuum geleichermaßen und unabhängig davon, welches Geschlecht sie haben oder wie sie ihre eigene Identität definieren. Wer mich persönlich kennt, weiß das. Trotzdem wollte ich diese Haltung auch in meinen Texten betonen, um nicht die Gefühle der Personen zu verletzen, die sich von mir sonst ignoriert gefühlt hätten. Ich habe verschiedenste Varianten ausprobiert und am Ende jedoch festgestellt, dass jede Variante ihre Vor- und Nachteile hat. Eins haben aber leider alle Varianten gemeinsam: Zieht man das korrekte Gendern konsequent durch, stört das oft den Lesefluss, und auch für Google werden die Inhalte schwerer verständlich, was unglücklich ist.

Daher werde ich es mir und meinen Lesern ab sofort wieder etwas einfacher machen und möchte Folgendes an einem Beispiel einfach nochmal verdeutlichen: Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich von Kunden, Kundinnen, KundInnen oder Kund:innen schreibe. In den meisten Fällen sind damit einfach Menschen gemeint, die irgendetwas kaufen wollen oder kaufen. Falls ich dabei hin und wieder auf das generische Maskulinum zurückgreife, ist das kein Ausdruck von persönlicher Wertschätzung, Geringschätzung oder Achtlosigkeit, sondern einfach Pragmatismus, und ich hoffe, dieser Beitrag erreicht, was ich mir wünsche; nämlich dass sich jede Person gleichermaßen respektiert und geachtet fühlt.

Sonja Gottschalk Über den Autor

Ich helfe Marketing-Entscheidern, ihren Online-Erfolg durch effizientes Marketing zu steigern. Zu meinen Kunden zählen sowohl Arztpraxen und Kleinunternehmer als auch bekannte E-Commerce-Größen. Im Onlinemarketing bin ich seit 2001 zuhause.

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