Kinderärztin mit kleinem Jungen

Die drei größten Budgetfresser für deine Arztpraxis bei Google Ads

Diejenigen unter euch, die mich und meine Art zu arbeiten erst seit Kurzem kennen, muss ich enttäuschen, wenn ihr dachtet, ich erzähle euch hier ALLES, was man mit Onlinemarketing so tun kann. 🤷‍♀️

Warum? Ich habe mich damals 2014 selbstständig gemacht, weil ich selbst entscheiden wollte, was ich für wen tue, und ich wollte vor allem SINNVOLLES tun.

Ich habe eine ausgesprochene Aversion gegen überstürzten Aktionismus im Marketing und ganz besonders gegen Budgetfresser. Darum gehe ich heute mal drei besonders fiesen Budgetfressern in Google Ads auf den Grund.

 

Budgetfresser Nr. 1: Du setzt thematisch am falschen Punkt an.

Wenn ich Kampagnen neu aufsetze, gehe ich immer in dieser Reihenfolge vor:

 

Step 1: Ich beginne immer mit den Themen, die todsicher funktionieren, d.h. Themen, die gesucht werden, wenn der Patient definitiv einen Termin vereinbaren möchte.

 

Step 2: Dann weite ich die beworbenen Themen auf Inhalte aus, die für einen Patienten vor der Terminvereinbarung relevant sind.

 

Step 3: Erst wenn 1 und 2 gut funktionieren, dann nehme ich Themen hinzu, die für potenzielle Patienten relevant sein könnten, die eventuell nach einer Recherche feststellen, dass sie einen Termin vereinbaren sollten.

 

Warum? Einerseits sehe ich so sehr schnell schon erste Auswirkungen meiner Kampagne, aber ich kann bei Problemen sehr schnell gegensteuern.

Wenn ich beispielsweise bei dem Suchbegriff „orthopäde köln termine kurzfristig“ gut gefunden werden kann, kurzfristig Termine anbiete, und trotzdem bewegt sich die Kampagne nicht vorwärts, – d.h. ich kann keine Terminanfragen messen, – muss ich auf die Suche nach der Ursache gehen, denn dann stimmt irgendwo etwas nicht: Vielleicht habe ich Baustellen wie eine langsame Webseite oder meine interessanten Informationen findet man nicht schnell genug auf der Webseite usw. Bevor ich dann neue Themen in Google Ads hinzunehme, muss ich mich dann erst um diese Probleme kümmern.

Ansonsten werde ich immer das Gefühl haben, meine Kampagne „eiert“ herum: Es gibt viele Hochs und viele Tiefs, man kann keine klaren Schlüsse ziehen, was funktioniert und was nicht, und auch mit mehr Budget wird es nicht besser, sondern einfach nur teurer.

 

Budgetfresser Nr. 2: Du misst nicht.

Egal, ob ihr das als nervig, lästig, zeitraubend o.ä. empfindet: Wenn ihr vorhabt, mit Google Ads zu starten, euch aber nicht mit der Messung und Optimierung auseinandersetzen wollt, lasst es lieber ganz. Vor allem werdet ihr das ohnehin alles nicht als unangenehm oder unsinnig empfinden, wenn ihr regelmäßig eure Kampagnen optimiert, denn auf die lange Sicht wird es in jedem Fall bergauf gehen, und dann macht es natürlich auch Spaß, sich die Berichte anzuschauen. 😉

Wenn ihr z.B. mit Google Analytics und Google Ads arbeitet, habt ihr die Möglichkeit, in diejenigen Maßnahmen in Google Ads automatisch mehr Budget zu investieren, die erfolgreicher sind.

Wie das geht? Alles Details würden diesen Blogpost sprengen, aber in Kurzfassung könnt ihr beispielsweise mit Hilfe des Conversion Trackings in rund 70% aller Fälle nachvollziehen, wie viele Telefonanrufe, E-Mail-Anfragen und ggf. Online-Terminvereinbarungen ihr durch welche Maßnahme erzielt habt. (Cookie- und Datenschutz-Thematik bitte dabei nicht vernachlässigen)

 

Budgetfresser Nr. 3: Du traust dich nichts.

Google Ads schlägt euch öfter mal Optimierungen vor, und es ist nicht notwendig, dass ihr immer alle Vorschläge (und auch nicht immer sofort) umsetzt, denn logischerweise steckt dahinter ein Automatismus, der die Optimierungen mal im perfekten Tempo, mal etwas zu früh, und mal inhaltlich passend und mal weniger passend vorschlägt. Mit der Zeit bekommt ihr aber ein Gefühl dafür, und sofern nicht alles im Argen ist, ist meine Faustregel bei kleinen Budgets immer, der Kampagne nach jeder umfangreichen Änderung mindestens eine und oft besser zwei Wochen Zeit zu geben, bis die nächste größere Optimierung erfolgt, damit ihr Learnings daraus ableiten könnt.

Arbeitet ruhig mit responsiven Anzeigen und habt keine Angst, dabei ein kleines bisschen Kontrolle an Google abzugeben, denn oft kommen dadurch viele positive Erkenntnisse zutage, mit denen man vielleicht gar nicht gerechnet hätte: Sie performen oft einfach besser.

Nutzt clevere Extras wie den Keyword-Platzhalter oder Echtzeit-Daten, sofern passend, denn das macht die Anzeigen attraktiver und/oder informativer für eure Zielgruppe.

 

🎬 Wer mein Live-Video am Dienstag verpasst hat, darf sich jetzt freuen. Ich habe es auf nächste Woche verlegt, weil ich euch meinen Husten (nur Husten!) im Video nicht zumuten wollte.

Wenn ihr also am nächsten Dienstag mehr über das Thema „Wie mache ich das Onlinemarketing für meine Praxis messbar?“ wissen möchtet, freue ich mich, wenn ihr von 20.00 bis ca. 20.15 Uhr wieder live auf Facebook dabei seid!

 

✨ Und einen ganz kleinen Bonus habe ich noch hier [Disclaimer: Werbung/Empfehlung ohne Gegenleistung]: Aktuell gibt es eine Aktion für neue Kunden von Google Ads, mit der ihr zu den Aktionsbedingungen bis Silvester 75 € Werbeguthaben geschenkt bekommt. 

 

Ich freue mich, wenn wir uns am Dienstag live sehen! 

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Sonja Gottschalk Über den Autor

Ich helfe Marketing-Entscheidern, ihren Online-Erfolg durch effizientes Marketing zu steigern. Zu meinen Kunden zählen sowohl Arztpraxen und Kleinunternehmer als auch bekannte E-Commerce-Größen. Im Onlinemarketing bin ich seit 2001 zuhause.

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