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Google Ads Keywords recherchieren

Sind Google Anzeigen für Arztpraxen wirklich „so teuer“?

Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Ärzten über die Herausforderungen gesprochen, vor die sie das Onlinemarketing für ihre Praxis aktuell stellt. Denn ich möchte meinen geplanten Onlinekurs, mit dem Ärzte bzw. Praxisinhaber i.w.S., lernen können, wie sie mit geringem Aufwand ihr Onlinemarketing selbst in die Hand nehmen können, bestmöglich auf solche Fälle zuschneiden.
 
Als wir auf das Thema Google Ads zu sprechen kamen, hörte ich Sätze wie: „Ich kenne zwar nur meine Zahlen und habe keinen Vergleich, aber ich habe das Gefühl, dass das ganz schön teuer ist,“ oder: „Wenn ich drei Euro pro Klick bezahlen muss: Wie soll das denn dann funktionieren?“
 
Natürlich habe ich weiter nachgehakt und herausgefunden, dass alle, die sich mit Google Ads nicht wohlfühlten, dasselbe Problem hatten: Sie waren ohne Strategie gestartet.
 
Ich bin selbst sehr pragmatisch und „hands on“ und empfinde es schnell als Zeitverschwendung, wenn ich mich lange mit dem Lesen von Einführungstexten aufhalten muss, bevor ich loslegen kann, und suche dann auch ganz gerne nach Abkürzungen, um schneller ans Ziel zu kommen. Schließlich will ich nicht lesen, sondern Ergebnisse haben. Insofern kann ich gut verstehen, dass die Versuchung groß ist, mit Google Ads einfach nach dem kurzen Tutorial nach der Accounteröffnung zu starten und schon ein paar Stunden später die ersten Anzeigen live zu schalten.
 
Dennoch gibt es ein paar Dinge, die man dabei übersehen kann, die Google Ads „teurer“ machen als nötig. Zwei dieser Dinge sind mir bei meinen Gesprächen verstärkt aufgefallen:
 
Ohne Ziel starten. Traffic ist gut, aber Terminvereinbarungen sind besser. Es gibt die Möglichkeit, in Google Ads nachzuvollziehen, was die Patienten, die mit meiner Werbung interagieren, auf meine Homepage tun: Conversiontracking nennt sich das. Hierzu müssen minimale Anpassungen an der Webseite vorgenommen werden (und Cookiehinweise, Datenschutzinfos etc. nicht vergessen!). Ist das Conversiontracking einmal aufgesetzt, kann ich sehen, ob ich die richtigen Patienten mit meiner Kampagne erreiche und meine Kampagne entsprechend optimieren. Ich sehe beispielweise, wie viele der mobilen Besucher auf die Telefonnummer klicken und kann so herausfinden, wie viel mich eine Terminvereinbarung kostet.
 
Meine Keywords nicht granular genug recherchieren. Es macht einen großen Unterschied, ob ich ein Keyword wie „Zahnarzt“ oder „Zahnarzt Münster“ buche
Keywords sollte man nie einfach so ohne Recherche eintippen, ohne sie vorher zu recherchieren, denn dafür gibt es extra ein Tool von Google: den Keyword-Planer.

google ads

Hier siehst du einen Screenshot. Der Google Ads Keyword-Planer kann dir helfen, passende Keywords zu finden und er kann dir sogar anzeigen, wie viel du pro Klick zahlen müsstest. Hier siehst du immer eine Preisspanne. In den meisten Fällen ist es nicht notwendig, pro Klick so viel zu zahlen, wie dort als Obergrenze der Preisspanne angegeben ist.
Das – in Verbindung mit den richtigen Keyword-Optionen und den richtigen ausschließenden Keywords – hilft dir, beim Buchen der Keywords kein Geld zu verschwenden.  

Das Beispiel zeigt dir Suchanfragen von Personen aus Köln, die einen Dermatologen suchen. Du siehst, dass du mit dem Keyword „Hautarzt Köln“ die meisten Personen erreichen würdest, und das ist nicht das teuerste Keyword. – Hättest du das gedacht?

Das hier ist nur ein Beispiel. Ihr solltet euch aus dem Screenshot keine Regel ableiten, sondern selbst individuell für euch recherchieren, was für euch am besten funktioniert.

Um auf das eigentliche Thema dieses Artikels zurückzukommen: Das Beispiel zeigt uns auch, dass Google Anzeigen nicht pauschal „teuer“ sind. Es kommt vielmehr auf die Vorarbeit an bei der Auswahl der Keywords und darauf, wie planvoll die eigene Strategie ist.
 
Falls du in einer ähnlichen Situation bist wie meine Gesprächspartner, freue ich mich, wenn dich mein Input voranbringt.
 
Die Anzeigen sind der erste Kontakt, den du mit vielen neuen Patienten online haben wirst. Deine zweite Stellschraube ist deine Praxis-Webseite, denn sie bestimmt darüber, ob es deine Patienten bis zur Terminvereinbarung „schaffen“, oder ob sie deine Seite vielleicht unverrichteter Dinge wieder verlassen.
 
Was du bei den inhalten deiner Praxis-Webseite beachten solltest, um möglichst viele Termine über deine Onlinemaßnahmen zu generieren, erfährst du in meinem nächsten Live-Video!
Ich freue mich, wenn du am Dienstag (01.12.20) von 20.00 – 20.15 Uhr live dabei bist unter facebook.com/sonjagottschalk.de/live.
 
Dort kannst du dir übrigens auch immer vergangene Live-Videos wie z.B. das Video zum Google Ads Troubleshooting von dieser Woche anschauen.

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Sonja Gottschalk Über den Autor

Ich helfe Marketing-Entscheidern, ihren Online-Erfolg durch effizientes Marketing zu steigern. Zu meinen Kunden zählen sowohl Arztpraxen und Kleinunternehmer als auch bekannte E-Commerce-Größen. Im Onlinemarketing bin ich seit 2001 zuhause.

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