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3 – 2 – 1 – Launch!

In den letzten Monaten ist es still in meinem Blog geworden – sehr still. Aus gutem Grund: anderswo gab es umso mehr zu tun – und zwar beim Aufbau einer neuen Online-Plattform für einen unserer Kunden.
Hinter mir – und eigentlich allen, die daran beteiligt waren – liegen ein paar spannende, turbulente, tolle Monate, in denen sich alles nur um eins gedreht hat: den Launch der bet90 Arena. In Kurzfassung ist die bet90 Arena ein Gratis-Tippspiel, bei dem man Bargeld gewinnen kann. [Die lange Fassung gibt’s ein Stück weiter unten im Text.]

Es gibt ein paar Dinge, die mich an diesem Projekt besonders reizen. – Und das werden diejenigen unter Ihnen, die öfter bei mir im Blog vorbeischauen, gut nachvollziehen können.

Einerseits das Finanzierungsmodell, weil es anders ist, als bei vielen anderen Plattformen: die Plattform finanziert sich zur Zeit ausschließlich durch Sponsoring. Ich bin extrem gespannt, wie sich das entwickelt, und natürlich bleibt bei solch einer Plattform theoretisch noch viel Spielraum für weitere interessante Finanzierungsstandbeine.

Zweitens handelt es sich hier auch um ein Gewinnspiel, und damit habe ich mich ja bereits intensiv beschäftigt.
Stimmt es also, dass Frauen häufiger an Gewinnspielen teilnehmen, oder ist die Antwort darauf in diesem Fall eher, dass Männer eher an Fußball-Tippspielen teilnehmen? Ich tippe auf Letzteres.
Und wollen alle wirklich Geld gewinnen oder eher mit bzw. gegen ihre Freunde spielen und sehen, wer besser tippt? Speziell dazu gibt es ein paar interessante Erkenntnisse von Richard Bartle, der die Teilnehmer von Multiplayer Online Games in Abhängigkeit von ihren Teilnahmemotiven vier Kategorien einteilt:

  1. Achievers
    wollen Erfolge im Spiel erzielen, also ein neues Level, eine neue Trophäe o.ä.
  2. Explorers
    haben Spaß daran, das Game zu erforschen und sind begeistert, wenn neue Features zum Spiel hinzukommen.
  3. Socializers
    wollen mit Freunden spielen. Der Erfolg im Spiel ist hier nur von sekundärer Bedeutung.
  4. Killers
    wollen andere leiden sehen. Klingt fies, aber ist so. Killers sind zufrieden, wenn andere schlechter dastehen als sie. Psychologisch sehr interessant wegen des abwärtsgerichteten Vergleichs, aber ich komme gerade vom Thema ab. – Für diejenigen, die das interessiert, steht hier mehr dazu.

Neben all diesen Aspekten ist ein Start einer neuen Plattform an sich immer spannend, weil die Planung zwar eine Sache ist, aber letztendlich merkt man erst immer nach dem Start, wie welche Features beim User ankommen, auf welche Resonanz die Plattform wirklich bei der Allgemeinheit stößt, wo Optimierungspotenziale liegen und natürlich was als nächster großer Schritt angegangen werden sollte. – Die Arbeit geht also jetzt erst richtig los, und ich bin gespannt, wie sich die Plattform weiterentwickelt.

Das Game

Das Tippspiel

In der Arena gibt es drei große Bereiche. Die Wettabgabe, wo jeder Spieler genau 10 Fußball-Tipps pro Woche abgeben kann:

Das Tippspiel

Das Gewinnspiel – die Liga

In der Arena wird mit echten Quoten gewettet und der Anfangsstand von 1000 virtuellen Coins, der jede Woche aufs Neue zurückgesetzt wird, muss im Laufe der Woche vermehrt werden. Wer die entsprechende – aus eigener Erfahrung sicherlich notwendige – Portion Glück und etwas Fußballverstand mitbringt, kann jede Woche einen von 100 Geldpreisen bis zu 1000 EUR gewinnen. Bekanntgegeben werden die Gewinner jeweils montags ab 6 Uhr morgens in der Liga, dem Arena-internen Ranking, dass sich während der Spielwoche immer in Realtime aktualisiert.

Die Liga

Die Gruppenspiele

Im Freundeskreis macht das Wetten oft mehr Spaß als allein gegen alle. Darum kann man in der Arena auch mit Freunden Gruppen gründen und dort gegeneinander wetten.

Gruppenspiele

Nachdem die Plattform jetzt offiziell online ist, werde ich in den nächsten Monaten sicher wieder etwas mehr Zeit zum Bloggen haben, und ich freu mich drauf!
…Und über Feedback freu ich mich natürlich auch. ;-)

Rich Snippets für Stellenanzeigen

Die Jobsuche an sich kann aufwändig sein und die Ausschreibung neuer Stellen ebenso, wenn es darum geht, bei allen relevanten Stellenbörsen aktiv zu sein.
Sind Bewerber und Unternehmen in mehreren Portalen aktiv, sieht die Realität schnell so aus:

Suchprozess

Bewerber müssen mehrere Profile pflegen und erhalten E-Mail-Fluten mit neuen Jobs – darunter viele redundante Stellenanzeigen –, so dass aus Bewerbersicht jede zusätzliche Stellenbörse mit mehr Zeitaufwand, aber nur geringem Mehrwert verbunden ist. Ganz zu schweigen davon, dass man im Erfolgsfall dann noch einmal Arbeit damit hat, die ganzen Newsletter wieder loszuwerden. Das ist umständlich.
Aus Unternehmenssicht ist es kein großer Zeitaufwand, auf einer Plattform mehr oder weniger zu inserieren, aber sehr wohl eine Kostenfrage.

Für alle Beteiligten ist das kein optimaler Zustand. Einfacher wäre es wie folgt:

einfache-jobsuche-rich-snippets

Google hat schon vor längerer Zeit diverse Patente angemeldet, die die besondere Formatierung bestimmter Daten für die Suche und deren Darstellung auf der SERP betreffen: Rich Snippets meine ich. Es gibt sie für Unternehmen, Rezepte, Events usw. – Wie wäre es, wenn es sie für Jobs gäbe?

Die Folgen von “Rich Snippets für Stellenanzeigen” für Bewerber, Unternehmen, Online-Jobbörsen und Google

Würde das Stellenbörsen überflüssig machen? Vollständig bestimmt nicht – aber zu einem gewissen Teil schon.

Denn Folgendes wäre möglich:

Job finden durch Rich Snippets

Der User könnte ausgeschriebene Stellen direkt auf der SERP finden und seinen Bewerbungsaufwand stark reduzieren.

Was hat aber Google finanziell – denn sonst wird’s ja nicht umgesetzt – von der ganzen Sache?
Das scheint der Knackpunkt zu sein.

Szenario 1: Heute

Angenommen, alle Stellenbörsen investieren in Google AdWords, es gibt noch keine Rich Snippets für Jobs, und jedes Unternehmen ist in mehreren Stellenbörsen aktiv.
Bewerber bevorzugen Online-Stellenbörsen gegenüber Google bei der Jobsuche.

Szenario 2: Morgen

Wenn es Rich Snippets für Jobs gäbe, würden viele Unternehmen ihre Daten auf der eigenen Homepage möglicher Weise besser aufbereiten, so dass sie mit den Rich Snippets besser in der organischen Suche gefunden werden. Sie könnten es zumindest. Wer das nicht hinkriegt, der könnte eben AdWords-Anzeigen buchen. – Die Unternehmen würden in diesem Fall seltener Stellenbörsen nutzen.

Szenario 2 wird für Google finanziell nur dann vorteilhaft sein, wenn Google mehr über AdWords einnimmt als in Szenario 1.
Die AdWords-Kosten für Werbende – und damit Googles Einnahmen – steigen in den folgenden Fällen:

  • Das Suchvolumen steigt.
  • Die Klickpreise steigen.

Das Suchvolumen wird steigen, wenn es für Bewerber zur Gewohnheit wird, bei Google nach Jobs zu suchen. Wenn die Jobsuche einfach wäre und gute Ergebnisse liefern würde, wäre das sicher der Fall.
Die Klickpreise könnten ebenfalls steigen. Es würde mehr Konkurrenz unter den Werbenden geben, wenn jedes Unternehmen einzeln bucht – wenn. Aber als Unternehmen sieht man es nicht gern, dass ein Konkurrent mit seiner Anzeige an Position 1 erscheint – ganz egal, ob man in den organischen Ergebnissen gut gerankt ist oder nicht. Man möchte diese paar Prozent Traffic gern auch noch mitnehmen. Die Brand-Bidding-Frage kommt hier zum Tragen. Es könnte also sein, dass in Fall 2 mehr Unternehmen selbst inserieren als bisher. Für Google verändert sich also in jedem Fall die Quelle der AdWords-Einnahmen.

Wer würde abschließend von Rich Snippets für Jobs profitieren?

Google?
Wahrscheinlich ja. Letztendlich hängt es von den Klickpreisen und der Anzahl der AdWords-Kunden ab, ob sich diese Idee für Google ausreichend rentiert, so dass die Umsetzung Sinn macht. Ungünstig wäre es dann, wenn sich nur die Jobbörsen an Rich Snippets anpassen würden.

Die Bewerber?
Ja. Man spart Zeit und findet alle Infos aggregiert an einer Stelle vor. Die Bewerbung an sich dauert noch, aber da gibt es ja hier und da schon Ansätze für allgemeine Standardformate von Lebensläufen, so dass man diese mit ein paar Klicks in Bewerberpools von Unternehmen importieren kann.

Die Unternehmen?
Sofern die zusätzlichen Kosten zur Formatierung der Stellen auf der eigenen Webseite und ggf. zusätzliche AdWords-Kosten, insgesamt die Kosten für die Stellenanzeigen in den Stellenbörsen unterschreiten: Ja. Für manche wird es sich lohnen, für andere vielleicht nicht.

Die Stellenbörsen?
Das sind die Verlierer dieses Modells. Sie verlieren an Relevanz.

Ich bin – abgesehen vom letzten Punkt – unsicher, ob es Rich Snippets für Jobs in allzu naher Zukunft geben wird. [Interessant ist sicher auch die Frage, was "besser für uns alle" wäre. Szenario 1, bei dem jeder ein kleines Übel in Kauf nimmt, oder Szenario 2, bei dem es noch "kleine Übel" gibt, aber auch einen sicheren Verlierer? – Da kann man sicher lange drüber diskutieren.]

Was denken Sie?

Bessere Google Analytics Reportings mit minimalem Aufwand

Fast jeder Webmaster hat sich schon einmal mit Google Analytics auseinandergesetzt. Für den Einsatz gibt es drei schlagkräftige Argumente:

  • die schnelle Installation
  • die komfortable Anbindung an weitere Google-Dienste wie etwa AdSense, AdWords oder Webmastertools
  • und die kostenfreie Nutzung

Nun gibt es aber auch einige Argumente, die vielleicht auf den ersten Blick nicht unbedingt für Google Analytics sprechen: z.B. die Aufbereitung der Daten in Reportings und die eingeschränkte Erfassung von Verweisen anderer Suchmaschinen.

Glücklicherweise kann man den Google Analytics Code manuell erweitern und so dafür sorgen, dass die Inhalte in Reportings ansprechender gestaltet werden und dass standardmäßig fehlende Daten zusätzlich getrackt werden. Ich erkläre im Folgenden kurz wie.

Verbessern Sie die Darstellung Ihres Contents in Reportings

Normalerweise listet Analytics im Bereich Content > Seitenaufrufe die URLs der aufgerufenen Seiten auf. Wie das folgende Beispiel zeigt, ist das nicht immer hilfreich, denn wer kann schon anhand der Artikelnummer sofort erkennen, um welches Produkt es sich handelt?

Anzeige der Seitenaufrufe in Google Analytics

So ein Reporting spart weder Zeit, noch kann man es irgendwem vorzeigen. Entweder der Empfänger legt es ungelesen beiseite, weil er sich erst gar nicht mit den kryptischen URLs auseinandersetzen möchte, oder Sie haben jetzt die doppelte Arbeit, weil Sie ihm erklären müssen, um welche Unterseiten es sich handelt. Besten Falls kann er gerade erkennen, dass es sich bei 3. offenbar um einen Schritt aus dem Bestellprozess handelt, aber wenn er nun wissen will, welcher Schritt das genau ist, können Sie ihm auch nicht helfen, denn alle Schritte heißen /cart/2736ff_buy.cgi…

Um aus dem hässlichen Reporting ein brauchbares zu machen, ist allerdings nicht viel Aufwand erforderlich. Die folgenden Beispiele beziehen sich alle auf die asynchrone Einbindung des Trackings.

Üblicherweise sieht der Code, der jetzt im nächsten Schritt angepasst wird, wie folgt aus:

_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXXXX-X']);
_gaq.push(['_setDomainName', 'ihredomain.de']);
_gaq.push(['_setAllowHash', 'false']);
_gaq.push(['_trackPageview']);

_trackPageview zählt die Seitenaufrufe und gibt – sofern Sie nichts dagegen tun – einfach die entsprechende URL an Google Analytics weiter, die Ihnen dort als Seitenaufruf angezeigt wird. Wollen Sie nun einen Namen für Ihre Seite vergeben, der im Reporting beim Aufruf einer Seite erscheinen soll, können Sie die folgende Ergänzung vornehmen:

_gaq.push(['_trackPageview', 'Ihr gewünschter Seitenname']);

Jetzt erscheint der von Ihnen gewählte Seitenname im Reporting, und Sie wissen, dass ein Herrenfahrrad aus Ihrem Onlineshop heute am häufigsten betrachtet wurde:

Reporting nach Ergänzung des Analytics-Codes

Im obigen Beispiel sehen Sie, dass ich weitere Dinge ergänzt habe: Ich habe z.B. den Pfad, der zur jeweiligen Artikelseite führt, in den Seitennamen mit übernommen. So kann ich bestimmte Inhalte besser einordnen.

Darüber hinaus sehen Sie unter Punkt 4. eine Landingpage. Es ist sehr vorteilhaft, gleichartigen Seiten eine Kennzeichnung wie hier (“Landingpages | Display”) hinzuzufügen. Wollen Sie dann Ihre Landingpages, die Sie für das Display Advertising verwenden, oder andere Teilbereiche Ihrer Webseite separat auswerten, können Sie das, indem Sie ein weiteres Analytics-Profil für Ihre Webseite mit einem Filter anlegen, in dem nur diese Seiten aufgelistet werden. Es ist empfehlenswert, sich vorher ein genaues Konzept zu machen, nach dem die Seitennamen jeweils vergeben werden.

Unter 3. sehen wir oben auch jetzt, um welchen Teil des Bestellprozesses es sich hier handelt. Konnten Sie mit dem Standard-Tracking vorher keinen Trichter für Ihren Bestellprozess anlegen, ist das jetzt auch kein Problem mehr.

Werten Sie zusätzliche Suchmaschinen aus

Google weist standardmäßig nicht den Traffic aller Suchmaschinen aus. Haben Sie schon einmal verschiedene Webanalyse-Tools verglichen, werden Ihnen sicherlich Unterschiede beim Traffic über die organische Suche aufgefallen sein. Um den Traffic zusätzlicher Suchmaschinen zu tracken, müssen Sie den Code wiederum um die folgende Zeile ergänzen:

_gaq.push(['_addOrganic', 'newOrganicEngine', 'newOrganicKeyword', 'opt_prepend']);

Hier finden Sie eine ausführliche Anleitung zum Hinzufügen neuer Suchmaschinen.

Werten Sie soziale Interaktionen bei Twitter und Facebook aus

Wenn Sie das Standardtracking nutzen, zeigt Ihnen Google Analytics nur die hauseigenen “Google+“-Interaktionen an. Da es aber natürlich viel komfortabler ist, wenn man alle Auswertungen der drei (in den meisten Fällen) trafficstärksten Social Media-Kanäle beisammen in einem Reporting sieht, können Sie auch hier entsprechende Ergänzungen vornehmen, um Interaktionen mit Twitter und Facebook in Google Analytics auszuwerten. Wollen Sie allerdings zu Facebook auch die demografischen Daten der User wissen, die Ihre Inhalte teilen, senden oder liken, müssen Sie nach wie vor auf Facebook Insights zurückgreifen.

Ich hoffe, dass Ihnen diese kleine Übersicht hilft, Ihre Reportings übersichtlicher zu gestalten. Weitere Tipps zur Nutzung von Google Analytics finden Sie auch hier.

Display Advertising und Retargeting: Tipps zur Gestaltung von Online-Werbemitteln

Vor längerer Zeit habe ich einen Artikel zum Thema „Werbemittel-Briefing“ geschrieben, zu dem nun ein Update fällig war.
In meinem alten Artikel habe ich mich rein auf die Gestaltung von Bannern – nicht aber auf deren Einsatz – konzentriert. Warum das Umfeld und der Zweck, mit dem ich bestimmte Online-Werbemittel schalte, in entscheidendem Maße bestimmen sollten, wie ich meine Werbebanner gestalte und einsetze, möchte ich im Folgenden erklären.

Die Basics

Ein paar Dinge sollte jeder Banner enthalten:

  • 1 Logo, das gut wiederzuerkennen ist
  • 1 Kernaussage
  • 1 Button, der als solcher zu erkennen ist

Beispielbanner

Das Logo

Das Logo hat bei neuen Nutzern einen Brandingeffekt und dient Nutzern, die meine Plattform vielleicht schon kennen, zur Wiedererkennung. Kennt ein Kunde meine Plattform und gefällt ihm, was er dort vorfindet, hilft das Logo ihm bei weiteren Kontakten mit meinen Werbemitteln, mich als Anbieter wiederzuerkennen, um meine Seite über den Banner zu besuchen.
Eine ähnliche Funktion haben die Werbetafeln, die man bei der Fahrt über die Autobahn oft sieht. Jemand, der gern Fastfood isst oder eine Vorliebe für schwedische Möbel hat, wird – falls er Hunger hat oder Möbel braucht – eher die Ausfahrt nehmen, an der die Werbetafel mit dem großen gelben „M“ steht oder die blaue mit den gelben Versalien drauf. Werbetafeln mit der Aufschrift „Essen“ oder „Möbel“ hätten ganz sicher eine schwächere Wirkung.

Die Kernaussage

Die meisten User betrachten einen Banner nur wenige Sekunden lang. Ich muss dem User also in vier oder fünf Sekunden das Wichtigste mitteilen. Überfordern Sie den User nicht mit fünf Bulletpoints oder langen Texten: Das liest niemand. Wirklich. Wenn Sie befürchten, dem User dann wesentliche Informationen vorzuenthalten, testen Sie verschiedene Werbebotschaften gegeneinander. Das geht am einfachsten, wenn Sie einen AdServer einsetzten, mit dessen Hilfe Sie Ihre Werbemittel so aussteuern können, so dass conversionstarke Werbemittel häufiger ausgeliefert werden.

Der Button

„Wenn die User interessiert, was ich im Banner anbiete, dann klicken sie schon drauf.“ – Jaja, das stimmt schon. Diesen Satz hört man häufig. Aber vielleicht würde Ihre Klickrate steigen, wenn der Call-to-Action im Banner etwas deutlicher wird..? Hier hilft ein Button. Jeder weiß mittlerweile, dass man Banner anklicken kann. Das heiß aber nicht, dass Sie deswegen keinen (bitte dauerhaft sichtbaren) Button in Ihrem Banner haben sollten. Zweitens sollte man den Button als solchen erkennen können. Sieht er also wie ein Knopf aus, den man hineindrücken kann, wird auch jeder verstehen, dass man darauf klicken kann. Steht dann auch noch drauf, wo der Button hinführt, ist er schon fast perfekt. Die Wirkung können Sie jetzt zusätzlich noch verstärken, in dem sie ihn durch einen Pfeil o.ä. noch stärker in den Blickpunkt rücken. So ein Pfeil kann billig wirken. Muss er aber nicht unbedingt. Ich habe Fälle erlebt, in denen – abgesehen vom Pfeil – identische Banner 30%ige Unterschiede in ihren Conversions erzielt haben. Falls Sie Pfeile und ähnliche Dinge nicht mögen, sollten Sie sich also vielleicht doch einmal zu einem Test überwinden.

Inhalte und Einsatz der Online-Werbemittel

Wer verschiedene Varianten seiner Banner testet, kann seine Conversions erheblich steigern. Will man jedoch das Maximum aus einer Display-Kampagne herausholen, kommt man um Retargeting kaum herum.
Hier werden (vereinfacht) Nutzern mit unterschiedlichem Vorwissen und unterschiedlichen Präferenzen verschiedene Banner angezeigt, die genau zu ihnen passen – wie z.B. im folgenden Beispiel:

1. Erster Kontakt

Der User sieht auf einer seiner bevorzugten Webseiten einen Banner für die neue Jobbörse „Jobs3“, die ich frei erfunden habe. Da er die Plattform bisher nicht besucht hat und sie somit wahrscheinlich noch nicht kennt, wird ihm ein allgemeiner Banner angezeigt, der grob die Plattform beschreibt:

Da unser User über einen Jobwechsel nachdenkt, klickt er den Banner an, der ihn zur Startseite der Jobplattform bringt. Hier wird im Browser des Users ein Cookie abgespeichert, dass sich merkt, welche Rubriken der User besucht. Da Letzterer sich für SEO-Jobs interessiert, besucht er die Rubrik „SEO-Jobs“.
Manche User registrieren sich in diesem Fall direkt bei „Jobs3“. Unser User hat aber den Besuch auf der Jobplattform abgebrochen, weil er abgelenkt wurde. Leider hat er sich auch die URL der Plattform in der Eile nicht gespeichert, um die Plattform später wieder besuchen zu können. Continue reading →

Ranking-Faktoren: SEO-Tipps als DIN A0 Poster

Vor einiger Zeit bin ich bei SEO.at auf eine IAB-Expertenumfrage aus der Schweiz gestoßen, in der die Stärke des Einflusses von 100 Faktoren auf das Suchmaschinenraking untersucht wurde. Da ich ähnlich wie einige von Ihnen nicht immer die 65 Seiten durchblättern möchte, wenn mich ein Detail interessiert, habe ich die Studienergebnisse grafisch aufbereitet.

SEO-Poster als PDF downloadenUpdate, 28.5.10: Sie können die Daten hier als DIN A0-Poster downloaden [PDF].

Update, 23.5.10: Für alle, denen das DINA 0-Poster etwas zu groß ist, habe ich die Faktoren mit amcharts.com in einem Chart zusammengefasst. Klicken Sie einzelne Datenpunkte an, oder zoomen Sie bestimmte Bereiche, um mehr Details zu sehen. Sollte Ihnen die Darstellung nun doch zu klein sein, können Sie sich hier die Ranking-Faktoren auf einer separaten Seite in Bildschirm- bzw. Fenstergröße ansehen.

Bitte laden Sie zuerst eine neue Version des Flash-Plyers herunter.

Generell sollte man sich die Studienergebnisse [PDF] ansehen, bevor man sich die Visualisierungen ansieht, weil die Relevanz und Funktionsweise der einzelnen Faktoren gut verständlich erklärt ist und ich die Beschreibungen einiger Datenpunkte sehr stark gekürzt habe, damit die gesamten Texte in den Graphen passen.

Ein paar Details habe ich trotz des Umfangs in der Studie vermisst. Letztere finden sich größten Teils in dieser SEO Checkliste wieder, die zugegebenermaßen auf den ersten Blick etwas abenteuerlich wirkt. Darin hat der Autor über die letzten Jahre sämtliche Rankingfaktoren zusammengetragen. Die Liste wird inhaltlich immer regelmäßig geupdated. – Bei der Liste sollten Sie allerdings selbst abwägen, wie sehr Sie sich auf die einzelnen Kriterien verlassen wollen. Praktisch sind dort auf jeden Fall die vielen Infos und Beispiele zu den negativen Einflussfaktoren, auf die die IAB-Studie nicht in dem Maße eingeht.

Update, 18.04.10: SEOmoz.org hat ebenfalls eine Umfrage zu den wichtigsten Ranking-Kriterien veröffentlicht.

Kann Google selbst auf SEO verzichten?

Der Prophet ist im eigenen Land nichts wert. – Offenbar gilt das auch für Matt Cutts, dessen Kollegen sich vielleicht vor dem Launch von boutiques.com dieses Video hätten ansehen sollen:


[Ich liebe dieses Video allein schon deswegen, weil Matt Cutts laut und deutlich sagt, dass Meta-Keywords von Google ignoriert werden: Das klare Aus für alle Meta-Keyword-Fanatiker, die einen hin und wieder darauf hinweisen, dass man die Angabe der Meta-Keywords "vergessen" hat. Danke.]

Boutiques.com ist eine neue Social Shopping Plattform von Google, die vorgestern in der Beta-Version gelaunched wurde. [Greg Sterling hat alle Infos dazu im Search Engine Land Blog zusammengefasst.]

Eigentlich erwartet man von Google schon, dass die Seite zumindest grob optimiert ist, oder? Schaut man sich die Seite allerdings an, erlebt man gleich zwei Überraschungen: Sie sieht 1. gar nicht “googlig” aus und ist 2. nicht suchmaschinenoptimiert. – Absolut gar nicht!

Offenbar ist das nicht nur mir aufgefallen… Continue reading →

EPC-Rechner: Wann lohnt sich ein Partnerprogramm für Affiliates?

Viele Affiliates suchen sich ihre Merchants nach inhaltlichen Gesichtspunkten aus und stellen per Trial-und-Error-Verfahren fest, ob sich die Partnerschaft lohnt. Sicher ist die thematische Nähe der Angebote des Merchants zur Affiliate-Webseite immer eine Grundvoraussetzung, dennoch gibt es ein paar Orientierungshilfen, die das Affiliate Business leichter planbar machen. Dazu gehört z.B. der EPC bzw. der EPHC.

Der EPHC steht für „Earnings per 100 Clicks“ und beschreibt, wie viele Provisionen die Affiliates eines bestimmten Merchants im Durchschnitt für 100 generierte Klicks auf dessen Werbemittel erhalten. Der EPC steht für den Betrag, den Affiliates durchschnittlich für einen Klick erwarten können. Da es sich bei Letzterem oft nur um Cent-Beträge handelt, ist der EPHC eine Kennzahl, mit er es sich leichter rechnen lässt. Oft wird der EPC auch als Synonym für den EPHC verwendet. Man erkennt dann i.d.R. an seiner Höhe, um welche Kennzahl es sich handelt.
Nicht alle Affiliate-Netzwerke oder Merchants weisen einen EPC bzw. einen EPHC aus. Bei Belboon, Commission Junction oder Tradedoubler findet man die Angabe eines EPC jedoch für die meisten Programme. Hier z.B. ein Beispiel der Top-Programme bei CJ kurz vor Weihnachten:

Häufig wird hier zwischen einem 7-Tage-EPC und einem 30-Tage-EPC oder einem 3-Monats-EPC unterschieden. Erscheint ein Programm auf den ersten Blick nicht lukrativ, lohnt es sich oft, den EPC im Auge zu behalten, um das Affiliate Programm evtl. in Zeiten zu bewerben, in denen der EPC ansteigt. Bei vielen Programmen mit saisonalen Angeboten ist das der Fall.

Einflüsse auf die Höhe des EPC

Die folgenden Faktoren wirken sich positiv auf die Höhe des EPC aus:

  1. Die Produktpreise: Hochpreisige Angebote bieten generell bessere Chancen auf einen hohen EPC.
  2. Die Produktvielfalt: Kunden kaufen generell mehr bei höherer Diversifikation im Shop des Merchants. Wer z.B. kurz vor Weihnachten ein Buch bestellt und ohnehin auf der Suche nach einem pasenden Technik-Präsent ist, wird wahrscheinlich zunächst bei Amazon.de nach beidem suchen, um Versandkosten zu sparen.
  3. Die Conversion Rate Klar.
  4. Der inhaltliche Fit von Angebot und Zielgruppe: Wie zu Anfang erwähnt, wählen die meisten Affiliates die Programme nach diesem Kriterium aus, denn das tollste Angebot erzielt bei der falschen Zielgruppe keine Sales.

Der optimale EPC

Wie hoch muss nun der EPC sein, damit es sich aus Affiliate-Perspektive rentiert, an einem Partnerprogramm teilzunehmen?
Das hängt ganz einfach davon ab, wie viel von den Provisionen nach Abzug der Kosten übrig bleibt, die durch die Bewerbung des Programms anfallen. Wenn ich als Affiliate ein Programm mit Google AdWords bewerben will, muss mein EPC logischerweise größer sein als mein CPC bei Google AdWords. Ansonsten mache ich Verluste oder komme bei Null raus.
Wenn man also über die Teilnahme an einem Partnerprogramm nachdenkt, ist der im Netzwerk angegebene EPC eine gute Hilfe bei der Entscheidung für oder gegen ein Programm. Dabei sollte man allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Wert meistens über alle Affiliates hinweg berechnet wird, so dass er im Einzelfall durchaus höher sein kann – oder niedriger. Daher dient der ausgewiesene EPC immer nur als Richtwert. Langfristig sollte man als Affiliate regelmäßig die EPCs seiner Merchants auf individueller Ebene auswerten und sie miteinander vergleichen, um zu überprüfen, ob die Bewerbung eines Programms sich wirklich lohnt.

Um Ihnen Letzteres zu erleichtern, finden Sie im Folgenden ein Tool zur Berechnung des EPC, mit dem Sie die Rentabilität eines Partnerprogramms in Abhängigkeit von bestimmten Marketingmaßnahmen grob bewerten können. [Beim Rechner stammt allerdings nur die Idee und nicht die – um einiges aufwändigere – Umsetzung von mir: Vielen, vielen Dank für deine Hilfe, Stefan!]

Online-Berechnung des EPC

EPC-Berechnung Suchmaschinenmarketing
Klicks: EPC:
Provisionen: CPC:
EPC: CTR: %
EPHC:
ohne Landingpage
EPC in die unteren Berechnungen übernehmen CPL:
Display Advertising SEO und weitere Kanäle
EPC: EPC:
TKP: Kosten:
CTR: % Leads:
CPL: CPL:

Anleitung und Erklärung

  • EPC-Berechnung: Tragen Sie hier einfach die generierten Provisionen und die Klicks ein. Der EPC kann dann auf Wunsch in die folgenden Berechnungen übernommen werden.
  • Suchmaschinenmarketing: Hier können Sie ausrechnen, ob ein Programm auch dann noch rentabel ist, wenn Sie es über SEM bewerben. Setzen Sie bitte in Abhängigkeit davon, ob Sie direkt von den Suchanzeigen in den Shop des Merchants verlinken oder eine Landingpage zwischengeschaltet haben, das Häkchen. Dann wird der CLP (= Cost per Lead) mit Ihrem EPC verglichen.
  • Display Advertising: Hier wird anhand Ihrer durchschnittlichen Klickrate überprüft, ob das Display Advertising zu einem bestimmten TKP bei Ihrem EPC rentabel ist.
  • SEO und andere Maßnahmen: Hier wird der EPC ebenfalls mit dem CPL der jeweiligen Maßnahme verglichen.

Da das mein erster Post im neuen Jahr ist, möchte ich noch schnell die Gelegenheit nutzen und Ihnen allen ein frohes & gesundes neues Jahr und privat wie beruflich viel Erfolg für 2011 wünschen!